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Schulgeschichte
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Während kleinere Orte in der Nachbarschaft bereits Jahrzehnte eine Schule ihr eigen nennen, kommen die schulpflichtigen Kinder der Gemeinde Eggmühl erst am 1. November 1902 in den Genuß einer solchen, längst überfälligen Bildungsstätte.
Sehr weite Schulwege müssen die Kinder vor dem 1. November 1902 zurücklegen, um die Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen zu können. So marschieren die 6 bis 13-jährigen von Eggmühl, Kraxenhöfen und zweier Bahnhäuser nach Unterlaichling; die schulpflichtigen Buben und Mädchen von Unterdeggenbach nach Pinkofen und die Schülerinnen und Schüler der Schnitzlmühle, des Kellerhauses, der Bahnstation und der Ortschaften Lindach und Walkenstetten nach Schierling.
Ein ABC-Schütze , der aus Unterdeggenbach stammt, hat demnach bereits um 6 Uhr früh seinen Schulweg anzutreten, denn in Pinkofen darf er die Schulmesse nicht versäumen. Der Unterricht dauert von 8 Uhr bis 11 Uhr und von 12 Uhr bis 2 Uhr. Gegen 1/2 4 Uhr kommt der kleine Knirps todmüde und hungrig nach Hause.“
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So schildert der ehemalige Rektor, Herr Hans Fleischmann, in seiner „Chronik des Ortes Eggmühl“ in der Festschrift „100 Jahre Schützengesellschaft >Diana< Eggmühl“ von 1992, die Gegebenheiten bis um das Jahr 1900.
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Und so entwickelte sich alles weiter:
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5. Februar 1900
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- Die Gemeindeverwaltung Eggmühl beantragt bei der königlichen Regierung von Niederbayern die Errichtung einer Schule.
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Frühjahr 1902
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- Nach einigen Querelen und Unstimmigkeiten mit umliegenden Gemeinden beginnt der Bau des neuen Schulhauses.
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November 1902
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- Das neue Schulhaus wird seiner Bestimmung übergeben
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In dem geräumigen Schulsaal im ersten Stock der neuen Schule drängen sich über 60 Kinder. Sie sitzen artig in den Viersitzerbänken und werden vom ersten Lehrer in Eggmühl , Franz Rosenbeck, unterrichtet.
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Eine vergnügliche Geschichte am Rande, aus obengenannter Chronik:
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„Um die Schulden, die der Gemeinde durch den Schulhausbau entstanden sind - Staatszuschüsse sind damals nicht zu erwarten – zu erleichtern, wird ein sog. Bierpfennig erhoben. Zu jener Zeit kostet ein Maß Bier 20 Pfennige. In der Gemeinde Eggmühl dürfen die Wirte 21 Pfennige für den Gerstensaft kassieren. Diesen Pfennig müssen die Wirte an die Gemeindekasse abführen. Wirte und besondere Liebhaber des bekömmlichen Gebräus verkünden in diesen Jahren, dass sie es seien, die das Schulhaus finanziert hätten.“
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In der Folge wird diese einklassige Schule von wechselnden Lehrern betreut.
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Ab September 1947
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wird die Schule zweiklassig geführt. Da nur ein Klassenraum zur Verfügung steht, erfolgt der Unterricht im Schichtunterricht.
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Im Laufe der Zeit
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werden immer mehr Ortschaften dem Schulsprengel Eggmühl zugeordnet. Die Anzahl der Schüler umfasst in der Zwischenzeit 107. So wird im Speicher der Schule ein zweiter Schulsaal eingerichtet.
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3. September 1963
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– Einweihung der neuerbauten Schule und Gründung eines Schulverbandes – die Schülerzahl beläuft sich nun auf 150 Kinder – Verkauf der alten Schule
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1969/70
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ist Eggmühl eine Vollschule mit 8. Jahrgangsstufen geworden.
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1971/72
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werden - durch Verfügung der Regierung von Niederbayern - die 7. und die 8. Klasse der Volksschule Schierling angegliedert und die Volksschule Eggmühl zur Teilhauptschule herabgestuft.
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1992/93
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wird die Volksschule Eggmühl zur Grundschule, nachdem nun auch die 5. und 6. Klasse der Volksschule Schierling zugeordnet werden, da eine Schulsprengeländerung – durchgeführt während der großen Ferien des Schuljahres 1991/92 – vollendete Tatsachen geschaffen hat.
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2000/01
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wird dieses Schulgebäude saniert und rundum erneuert – so wie es sich jetzt darstellt.
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Am 15. Januar 2002
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beschließt der Marktgemeinderat einstimmig, die Umbenennung der Volksschule Eggmühl in Dr. Rudolf-Hell-Volksschule Eggmühl.
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Im Frühjahr 2003
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wird unter Mithilfe des Elternbeirates unter seiner Vorsitzenden Frau Sigrid Ludwig und unter Einbeziehung von Kindern - unter der fachkundigen Leitung der Landschaftsarchitektin Frau Dunkel-Littel - der Pausenhof ganz neu und kreativ gestaltet.
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Schuljahr 2003/04
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Zur Zeit werden an der Dr. Rudolf-Hell-Volksschule insgesamt 104 Kinder aus Eggmühl, Inkofen, Kraxenhöfen, Lindach, Oberdeggenbach, Pinkofen, Roflach, Unterdeggenbach und Walkenstetten von 4 Klasslehrern und 3 Fachlehrern unterrichtet.
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